Ob im privaten Umfeld oder in der Firma – Sauberkeit und Hygiene sind das Aund O, um sich wohlzufühlen und effizient leben bzw. arbeiten zu können. Gerade beim Betreten eines Unternehmens zählt oftmals der erste Eindruck, so dass schon nach Sekunden eine positive wie auch negative Aura entstehen kann: Wie riecht es, wie sauber ist der Boden, wie verschmiert ist das Fensterglas, ist Staub auf dem Empfangstresen zu sehen und blitzen die Toiletten vor Reinlichkeit?

Gerade die regelmäßige Gebäudereinigung macht einen großen Anteil der Betriebskosten im Facility Management aus. Abhängig von der Nutzung und Beschaffenheit eines Gebäudes werden für die Kosten der Gebäudereinigung oftmals bis zu 60 Prozent der jährlichen Gesamtbetriebskosten veranschlagt. Dabei sollte aber stets bedacht werden, dass ein gutes Reinigungsunternehmen nicht mit Dumpingpreisen weit unter dem Tarif bezahlt wird: Gut bezahlte und motivierte Reinigungskräfte mit modernem Equipment leisten auch schnelle und fachkundige Arbeit. Dennoch ist es durchaus eine gute Idee, auch im Bereich der Gebäudereinigung Preise zu vergleichen – das attraktivste Angebot ist jedoch oftmals nicht gleichbedeutend mit den niedrigsten Kosten. Aufgrund der hohen praktischen und auch finanziellen Bedeutung dieser Leistungen sind Fragen wichtig, bei denen es darum geht, entsprechende Verträge zu gestalten und überhaupt zu definieren, was Sauberkeit für den Auftraggeber als auch -nehmer bedeutet. Somit muss schon bei einer Neuausschreibung genau definiert und entschieden werden, wie „sauber“ das Gebäude eigentlich sein soll. Welche Bereiche des Gebäudes haben Priorität? Bei welchen Räumen oder Leistungen wurden bisher zu hohe Service-Levels oder Reinigungs-Intervalle angesetzt? Wie können doppelt oder gar nicht erbrachte Leistungen vermieden werden? Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten ist es somit wichtig sich von Anfang an Gedanken zu machen.

Dieses beginnt schon bei der Ausschreibung: Entscheidet man sich für eine leistungsorientierte Ausschreibung oder eine ergebnisorientierte Variante? Bei einer leistungsorientierten Ausschreibung werden die Tätigkeiten mit Intervallen und Flächen hinterlegt und durch die Bieter mit Preisen gefüllt. Der Vorteil dieser Art liegt in einem geringeren Aufwand bei den regelmäßigen Kontrollen sowie bei der Durchführung der Arbeiten, da dem Reinigungsteam vorliegt, zu welcher Zeit und in welchem Rhythmus gereinigt wird. Jedoch liegt auch genau hier das Problem des leistungsorientierten Systems: Die gewünschten Ziele und Ergebnisse des Kunden werden nicht immer deutlich genug definiert. Im Gegensatz dazu setzt eine ergebnisorientierte Ausschreibung voraus, dass seitens des Auftraggebers die Vorgaben klar festgelegt werden. Dem Dienstleister wird in diesem Fall freigestellt mit welchem zeitlichen Aufwand er diese erreicht. Dieses legt nahe, dass die erbrachten Leistungen in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden (müssen). Die Vermeidung von Dopplung oder nicht erbrachten Leistungen sollte im Bereich der Reinigung ebenso durchgängig standardisiert sein, wie in anderen Bereichen des alltäglichen Facility Managements.

Erfahren Sie daher in unserem Seminar „Reinigungsdienstleistungen erfolgreich steuern – Der Weg zu einem qualitäts- und kostenoptimierten Reinigungsmanagement“ alles rund um den Prozess einer erfolgreichen Steuerung von Reinigungsdienstleistungen. Von der Leistungsdefinition über die Ausschreibung, die Leistungserbringung, die Qualitätskontrolle bis zur Dokumentation und zur Abrechnung lernen Sie alle Komponenten eines qualitäts- und kostenoptimierten Reinigungsmanagements kennen. Bringen Sie sich in die Lage, zukünftig sicher und zielgerichtet Reinigungsdienstleistungen für ihr Unternehmen planen und steuern zu können, um die gewünschte Qualität zum fairen Preis zu erhalten.

Text: Christin Kröger, CompendiumPlus | Image by rawpixel.com

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