Beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer haben in der Regel keine oder nur unzureichende Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Oftmals soll diese Versorgungslücke mit einer von der Gesellschaft erteilten Pensionszusage geschlossen werden. Allerdings gibt es bei Pensionszusagen an beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer zahlreiche Besonderheiten und Fallstricke, insbesondere in steuerlicher Art.

Inhalte

Grundsätzliche Fragen zur „GGF-Zusage“

  • Wann hat der Gesellschafter-Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft eine beherrschende Stellung?
  • Wie können Gesellschafter-Geschäftsführer vor dem Risiko einer Insolvenz der Gesellschaft geschützt werden?
  • Welche Einschränkungen gibt es bei der Gestaltung einer Pensionszusage?

Die Voraussetzungen zur Bildung von Pensionsrückstellungen gemäß § 6a EStG

  • Wirksame Erteilung der Pensionszusage (Befreiung vom Selbstkontrahierungsverbot, Erforderlichkeit eines Gesellschafterbeschlusses)
  • Kein steuerschädlicher Widerrufsvorbehalt, Schriftform- und Klarheitsgebot
  • Angemessenheit der Versorgungshöhe

Kriterien für (k)eine verdeckte Gewinnausschüttung

  • Nachzahlungsverbot
  • Erfüllung von Probezeiten (personenbezogene und unternehmensbezogene Probezeit)
  • Erdienbarkeit der Zusage und etwaiger Erhöhungen
  • Mindestaltersgrenze
  • Üblichkeit der Versorgungsleistungen
  • Unverfallbarkeitsregelungen

Änderungsmöglichkeiten

  • Betrieblich veranlasste Abfindung
  • (Teil-) Verzicht auf die Pensionszusage
  • Auslagerung, zum Beispiel auf eine Unterstützungskasse, einen Pensionsfonds oder ein Contractual Trust Arrangement (CTA)

Teilnehmen werden

Führungskräfte und Mitarbeiter von Finanzdienstleistern und aus betroffenen Unternehmen und Gesellschaften

Ihr Referent

Jan Zülch, Referent SDL Akademie

Jan Zülch

ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner der Kanzlei Heldt | Zülch in Hamburg. Er berät und vertritt seit vielen Jahren Mandanten im Bereich der betrieblichen Altersversorgung. Zudem ist er Autor mehrerer Fachpublikationen zur betrieblichen Altersversorgung. Vor Gründung der Kanzlei Heldt | Zülch im Jahr 2009 war Herr Zülch langjährig als juristischer Berater in einem Beratungshaus für betriebliche Altersversorgung tätig.